Montag, 6. Oktober 2014

Neuer Alltag und Eigenheiten eines Schuluniversums

Ich glaube, es gehört sich schon etwas dazu nach einer kaufmännischen Ausbildung und nach 3 Jahren Berufserfahrung zu sagen, okay mir reichts - Ich fange nochmal von vorne an.
Mir hat es aber gereicht, aber so was von. Jeden Tag das Gleiche. Irgendwann war ich so genervt von meiner Arbeit, dass ich fast täglich verschlafen habe und nur noch traurig und niedergeschlagen war - wahrscheinlich aus Mangel der Perspektiven. 
Ich hatte festgestellt, dass ich mit meiner kaufmännischen Ausbildung nicht sonderlich weitermachen konnte. Okay, ich hätte den Fachwirt machen können, damit kann man sich aber leider kaum mehr abheben von der Masse, den macht mittlerweile jeder - egal ob er ihn braucht oder nicht. Da wäre dann angebracht den Betriebswirt noch anzuhängen, danach kann man dann auch an einer FH studieren. Der ganze Klim Bim dauert dann so gute 6 Jahre.
In 6 Jahren, hab ich auf dem "Vollzeit - Weg", die Vorklasse der BOS abgeschlossen, das Fachabitur in der Tasche, das allgemeine Abitur und studiere schon 2 Jahre (natürlich vorausgesetzt es geht alles glatt und läuft reibungslos, aber wir gehen jetzt einfach mal vom Idealfall aus). 
Nachdem ich viel über Weiterbildungsmöglichkeiten nachgedacht hatte, auch etwas versucht hatte und irgendwie immer etwas dazwischen kam, habe ich mich letztes Jahr im Herbst dazu entschlossen, meine unbefristete Anstellung zu kündigen und mein Abitur in Vollzeit an einer BOS nachzuholen.
Es hat mich schon viel Überwindung gekostet diesen Schritt zu gehen, das gebe ich offen und ehrlich zu. Es nagten auch viele Zweifel an mir so kurz bevor die Schule jetzt am 16.09.2014 losging. Jetzt bin ich die 4te Woche dabei und ein großteil der Unzufriedenheit ist weg. Einfach so. Ich fühle mich ausgelastet. Ich habe viel zu tun und habe das Gefühl, dass meine Tag wieder mehr Sinn machen.

Das lustige daran wieder in der Schule zu sein, ist das man auf so viele verschiedene Menschen trifft und noch lustiger für mich ist, dass sich bestimmte Strukturen anscheinend nie ändern werden.
Da gibt es den einen Clown in der Klasse, der so zwei drei mitzieht. Die überambitionierte Klassensprecherin (dieses Exemplar gibt es auch in männlich - schwer zu entscheiden was schlechter zu ertragen ist ;) ), ein paar normale mit eigener Meinung, zwei drei Mitläufer die alles glauben was die Klassensprecher/in sagt joah und 2-3 ganz strange Menschen. 

Mode spielt im Schuluniversum auch eine große Rolle. Ich frage mich bis heute warum. Für mich persönlich muss es in der Schule einfach nur total bequem sein. Lockere Hose, lockerer Pulli, kaum Make Up (wenn ich verschlafe auch mal keins) und bequeme Schuhe. Ich hab das Glück in einem Neubau einer Schule gelandet zu sein und die ist verdammt rießig. Mit der Größe kommen auch weitere Wege und so 2500 Schritte in der Schule auf High Heels... Na ich weiß nicht ob das sonderlich viel Spaß macht.

Der Beste Ort für kleine persönlichkeits-Feldstudien ist immer noch die Damentoilette. Da kommen die 2-3 Mädels die schon seit der  Grundschule zusammenhängen und immer das tun was ihre "Anführerin" macht und gut findet. Die eine schönheit, die so geschmerzt in den Spiegel schaut als würde sie ihre Schönheit kaum ertragen, die graue unscheinbare Maus die sich grad so alleine aufs Klo getraut hat, aber wen hätte sie in ihrer Klasse schon fragen sollen, es mag sie doch keiner (zumindest denkt sie das). Joah und zwischen diesen ganzen Mädchen und Frauen stehe ich, schmunzle und spiele manchmal mit dem Gedanken statt Handels und Dienstleistungsmanagement vielleicht doch Psychologie zu studieren ;)

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen